GUTE (-NBERG-) SCHULE: MIT WEITBLICK VORAN

VON ANDREAS STÜBER, SCHULLEITER DER GUTENBERGSCHULE IN DARMSTADT-EBERSTADT

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Vor eineinhalb Jahren kam die Dotter-Stiftung auf die Schulleitung der Gutenbergschule zu: Das Angebot, die Schule finanziell zu unterstützen, klang zu gut, um wahr zu sein. Denn bereits zuvor haben sich viele wichtige Projekte und Vorhaben dank der Dotter-Stiftung in gelebte Realität verwandelt. Als Schulleitung haben wir aber stets auch den Blick nach vorn zu richten. Daher stellen wir uns folgende Fragen: 

Was macht eine gute Schule aus? 

Zunächst: Eine gute Schule kann nur eine sein, die sich in ihrer Umgebung als förderlich für Lernende und für das gesamte Umfeld erweist. Daraus ergibt sich, dass eine gute Schule niemals für sich alleinstehen und existieren kann. Sie ist eingebunden in das gesellschaftliche Leben, sonst erhält sie keine Akzeptanz. 

 

Wie kann Schule den Anforderungen einer sich immer schneller verändernden Gesellschaft gerecht werden?

Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler befähigen, sich selbstständig und eigenverantwortlich zu bilden. Denn klar ist: Junge Menschen werden zukünftig Herausforderungen zu meistern haben, die wir zum jetzigen Zeitpunkt noch
gar nicht kennen. Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen und ein sicheres Umgehen mit modernen Medien sind dabei unerlässlich. Der kompetent angeleitete und fachlich fundierte Umgang mit beispielsweise dem 3-D-Drucker
oder der VR-Software soll Gutenbergschülerinnen und -schüler wegführen vom
Digitalkonsum, hin zur kreativen Problemlösung. Idealerweise gestalten sie ihre Lernumgebung mit. Dafür wollen wir als Schulgemeinde ebenfalls gemeinsam neue Wege wagen. Dies wird Teil des Zukunftskonzeptes sein; dies wird uns
gelingen, wenn sich das Lehrerkollegium mit Herz und Hand weiterbildet. Gut
aus- und weitergebildete Kolleginnen und Kollegen sind Voraussetzung für den Unterricht mit modernen digitalen Medien. Und wir wollen auch die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler mit einbeziehen. Ideen, wie sich unsere Schule weiterentwickeln soll, haben wir zuhauf. Ob und an welcher Stelle sich die tradierten Unterrichtsphasen und der übliche Fächerkanon dabei auch zukünftig
eignen, wird sich zeigen. Hingegen ist schon heute klar:

 

Um dieses gewaltige Projekt erfolgreich zu stemmen, sind auch externes Know-How und entsprechende Ressourcen nötig. Hierzu gehört ein solider finanzieller Hintergrund, den die Gutenbergschule dank der Dotter-Stiftung hat. Ebenso wichtig ist die Politik, die den Rahmen für die nötigen Veränderungen schafft und somit die Entwicklung dieser Stadtteilschule in Eberstadt fördern kann. 

 

Für unsere Schülerinnen und Schüler ist am Ende ihrer Schulzeit der gelingende Übergang ins Berufsleben zentral. Spätestens jetzt müssen sie fähig sein, selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln. Hier kann die Gutenbergschule mit der Talent Company bereits gezielt unterstützen, was durch die Pflege internationaler Kontakte und Praktika noch weiter ausgebaut werden wird. Die Vernetzung mit Firmen und Ausbildungsbetrieben soll daher in wenigen Jahren noch deutlich weiterentwickelt sein.

 

Eine gute Schule ist eine offene, vernetzte Schule

Eine Schule in einem so bunten wie vielfältigen Stadtteil wie Eberstadt sollte diese Vielfalt annehmen und sie als Stärke nutzen. Die Aufgabe dabei ist, Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und Kulturen zu einem Konzept des Zusammenlebens zu bringen, in dem nicht nur neben-, sondern füreinander gearbeitet und gelebt wird. Auch und gerade junge Menschen in herausfordernden soziokulturellen Kontexten sollen in der Gutenbergschule Chancen erhalten und Förderung erfahren. Dafür werden wir unter anderem mit ZuBaKa kooperieren. Und: Unsere Lernenden werden in Darmstadt-Eberstadt zukünftig noch mehr verantwortliche Aufgaben übernehmen als sie dies bislang schon tun. So sollen auch digitale Projekte zu einer verbesserten Lebensqualität in Eberstadt beitragen. Unser Ziel: Letztendlich soll ganz Eberstadt und nicht nur die Schule als Lernort betrachtet und genutzt werden. Die Schule wiederum soll dabei ein einladender Ort für einen lebendigen Austausch mit den Eberstädtern sein.

"Zusammenfassend hat die Gutenbergschule in dieser schwierigen noch nicht dagewesenen Situation unseres Erachtens nach den Schülern eine gute Alternative hinsichtlich des Schulstoffs und der Kommunikation geboten."

- Fazit einer Mutter zu den pandemiebedingten Schulschließungen und Distanzunterricht im Frühjahr 2020

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